Eine lange und wechselvolle Geschichte...

Die frühere Reichsabtei St. Maximin

St. Maximin 1794
Ansicht der Reichsabtei St. Maximin im Jahr 1794 - rechts die Basilika

 

Zur Zeit der großen Kloster-Reformen im späten Mittelalter war St. Maximin zusammen mit der Abtei Cluny sehr einflussreich (und auch reich)...

Die ehemals bedeutende Benediktiner-Abtei erlitt kurz nach der französischen Revolution das Schicksal der Säkularisierung - wie viele mitteleuropäische Klöster und andere kirchliche Besitztümer auch. Per Dekret wurde die Abtei 1802 enteignet, nachdem bereits seit 1794 Revolutionstruppen ein Lazarett dort eingerichtet hatten. 1805 befahl Napoleon die Errichtung einer Handwerkerschule, die jedoch nie eingerichtet wurde.

Nach 1815 wurden vier Geschossdecken in die Abteikirche eingezogen, um Platz für die Truppen in einer Kaserne zu schaffen; die Pferde der Garnison waren ebenfalls in der früheren Kirche untergebracht. 1932 gingen dann das Gebäude und ein Großteil des Geländes an das Bistum über. Zeitweise benutzte das Angela Merici-Gymnasium der Ursulinen die umgebauten Kasernen-Etagen.

Ab den 1970er Jahren wurde über einen neue Nutzung und Sanierung nachgedacht. St. Maximin wurde zur multifunktionalen Schul-Turnhalle für mehrere benachbarte Schulen, dient aber auch als Veranstaltungs-Halle und als größter Konzert-Saal in Trier.